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29/12/2001
Lieber online Besucher

Es ist mein Ziel zu zeigen, daß der Weltraum keine fremde Umgebung ist, sondern eher ein Teil unserer menschlichen "Welt". "Space World" bringt Ihnen unsere echte "Um" welt etwas näher.
Das Interesse an den Sternen ist so alt wie die Menschheit selbst. Tatsächlich hat uns das umgebende Firmament inspiriert - Kulturen, Religionen und Technologie geschaffen. Religiöse Monumente wie Stonehenge (England), Kathedralen und andere Tempel sind nach meiner Meinung nichts anderes als spirituelle Weltraumfahrzeuge ins All und zu den Sternen.
Die Pyramiden z.B. erinnern am eindrucksvollsten an einen modernen Weltraumbahnhof bzw. an ein Raumschiff, in dem der Pharao nach seinem Tode alles mitnahm, was er für eine lange Reise zu den Sternen (in den Himmel) benötigte. Die Ägypter waren sogar darauf bedacht, ihr "Weltraumgepäck" leicht und handlich zu gestalten, so wie es heutzutage unsere Astronauten tun. Sogar die Mathematik, der Kalender und die Uhrzeit haben ihre Wurzeln in der Astronomie und Astrologie. Meiner Ansicht nach sind Weltraumreisen lediglich die praktische Umsetzung eines uralten Verlangens nach dem "Höheren", den Sternen zu greifen.
Heute, zum ersten Mal in der menschlichen Geschichte, haben wir die technischen Voraussetzungen, solche Reisen zu unternehmen ! Deshalb überrascht es nicht, daß die meisten Nationen ehrgeizig bestrebt sind, die erforderliche "Hardware" zu entwickeln, um in den Weltraum zu fliegen.
Wer glaubt, daß Weltraumreisen eine Zukunftsutopie sind, der irrt sich. Die Idee des Weltraumreisens ist tatsächlich so alt wie die Menschheit selbst ! Schon weit in der Antike, als Entdecker um die Welt segelten, wurde "von Stern zu Stern" navigiert, genauso wie es heute moderne Satelliten und Raumschiffe machen.
Es ist allgemein bekannt, daß obwohl der Mensch die Füße fest auf dem Boden (der Erde) hat, sein kopf eher im Himmel ist.
Nehmen wir an, unsere Gesellschaft hätte sich nicht auf der Erde, sondern auf dem Mond entwickelt (auf welchem Grund auch immer), und wir hätten vor Ort 100 % Sonnen-Energie und fossile Brennstoffe, welche Energiequelle würden wir dann nutzen ?
Die Sonne würde ganz klar siegen.

Wie absurd erscheinen uns dann die irdischen, qualhaften Versuche, Energie aus fossilen Brennstoffen, oder schlimmer noch : aus dem Atom zu quetschen, egal ob sie auf lange Sicht die Erde und die Menschheit gefährden, wo doch ein riesiger zuverlässiger Fusionsreaktor imm Himmel hängt, der ohne Wartung sicherlich noch einige Millionen Jahre funktionieren wird.
Im Gegenteil zum allgemeinen Glauben ist das Wirstchaftsparadies nicht auf der Erde, sondern im All!
Die Schützende Erdatmosphäre, die das Leben überhaupt erst möglich macht, hält eben auch den größten Teil der "sauberen" (Sonnen)-Energie von uns fern. Allein aus diesem Grund hat Sonnen-Energie auf der Erde keine reelle Chance, wirtschaftlich von Bedeutung zu werden.
Der Mensch ist kein geborener Umweltsünder... er wirtschaftet am falschen Ort ! In Wirklichkeit zerstört er die Erde nicht, sondern versucht sie zu synthetisieren !
Zum Beispiel : Jede Stadt hat in ihrer Entwicklung irgendwann eine Kloake geschaffen, bis ein leistungsfähiges Kanalisationssystem entwickelt und gebaut wurde, das die Verschmutzung der Straßen eindämmte.  Es geht der Erde heute genau so wie den Städten im Mittelalter. Der Mensch versucht angestrengt, ein Abflußsystem zu entwickeln, um die weltweite "Kloake", geschaffen durch die starke und leistungsfähige Welt-Industrie, zu beseitigen. Egal wie man das Umweltproblem betrachtet, es ist erdgebunden.

Im All ist der Begriff "Umweltverschmutzung" relativ.

Die Sonne z.B. ist ein riesiger Umweltsünder und Energielieferant zugleich. Sie erlaubt das Leben, kann aber zugleich töten, und das wesentlich schneller als unsere "hausgemachten" Gefahren.
Sicherlich sind solche Behauptungen ein wenig kühn... aber gibt es wirklich so viel altenative Möglichkeiten ohne gleich die Weltwirtschaft zu einem katastrophalen Stopp zu zwingen ? Umweltschutz und Recycling geben uns eine kurze "Atempause". Langfristig jedoch bietet uns konsequent angewandte Raumfahrt-Technologie Möglichkeiten, intelligent und wirtschaftlich viele Probleme der Zukunft zu lösen ; indem wir das Wirtschaftswachstum im All verstärkt progressiv ermöglichen und z.B. die Verschmutzung unserer Umwelt aus dem All beobachten. Wenn die Raumfahrt warscheinlich nie die Überbevölkerungsprobleme auf unserer Erde lösen wird, so kann sie aber dazu beitragen, langfristig diese riesige Menschenmenge mit ausreichend Energie zu versorgen, vor Naturkatastrophen warnen, usw... Stellen wir uns einmal vor, daß man bereits vor hundert Jahren ind der Lage gewesen wäre, ein Auto mit dem technischen Standard von 1993 zu bauen. Sicherlich hätte man dafür alle vorhandenen technischen und ökonomischen Ressourcen ausschöpfen müssen, um ein solches hochentwickeltes Fahrzeug zu schaffen. Aber ohne Straßen, Autobahnen, Tankstellen, Werkstätten... und die gesamte Infrastruktur Wäre das Experiment Auto, trotz seines hohen technischen Standards, zum Scheitern verurteilt gewesen.
Rund um das Automobil haben sich fast zwei Drittel der Weltwirtschaft entwickelt

(Straßenbau, Raffinerien, Tanker usw.) !
Übertragen wir dieses Beispiel auf die westliche bemannte Raumfahrt mit dem Space-Shuttle, so sehen wir, daß dort ein ähnlicher Zustand herrscht : Ein Zukunfts-Auto ohne Wegweiser und Straßen, welches wie ein Surfbrett in ca. 300 km Höhe über die Erdatmosphäre rast, im teuersten Bereich der Startphase einer Rakete. Dagegen nutzen Satelliten, die in 36.000 km Höhe ausgesetzt werden, die volle Wirtschaftlichkeit des  freien Weltraums außerhalb der Erdatmosphäre. Genauso "wirtschaftlich" arbeitete man bei den Apolloflügen zum Mond. Das Prinzip ist einfach : Mehr Kilometer zum Liter Treibstoff ! Weg vom niedrigen Orbit (LEO) und ab ins All ! Nicht Weltraumreisen sind teuer, sondern die Startphase (die ersten  5/10 Minuten verschlingen über 85 % vom Startgewicht einer Rakete).
Die Voyagersonden haben bischer über 12 Milliarden Kilometer zurückgelegt mit einem Treibstoffverbrauch (ab Orbit) von lediglich einigen hundert Litern.

Die neue europäische Trägerrakete Ariane 5 (Start 1995) wird gezielt diese Startkosten senken. Weiter in der Zukunft (2010-20) könnte die Hyperschall-Technologie die Kosten weiter reduzieren.
Die boomende Satellitenindustrie erwartet einen Gewinn von über 20 Milliarden DM in den nächsten 6 Jahren und ist ein gutes Beispiel dafür, was die Raumfahrt wirtschaftlich bietet, wenn sie nicht nur von Politik oder Prestige gesteuert wird. Diejenige Nation, der es gelingt, preiswert und wirtschaftlich Reisen ins All anzubieten, wird das industrielle Wachstum der nächsten 1000 Jahre anführen und die anderen Nationen in die dritte Welt Katapultieren. Die meisten unserer modernen Annehmlichkeiten haben ihren Ursprung in den Pionierleistungen einiger "Außenseiter" und Verrückter" des letzten Jahrhunderts (z.B. die Erfindung des Automobils durch Benz). Ohne die Bahnbrechenden Entdeckungen, die vor hunderten oder auch tausenden Jahren gemacht wurden, wären spätere und auch heutige Entwicklungen nie möglich gewesen.
Heutzutage jedoch plant man nur noch nach direktem Nutzen, also maximal 4 bis 10 Jahre in die Zukunft. Dies bedeutet ganz klar, daß wir jetzt schon die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder regelrecht "Konsumieren" !

Ist die kindergewaltwelle in den USA aber auch in Deutschland vielleicht doch eine direkte konsequenz der Perspektivlosigkeit  von heute ?

Kinder (wie Erwachsene) brauchen Zukunftsvisionen. Wenn diese aber fehlen, suchen diese sich ihre Träume und Ideale in der Vergangenheit, zum Beispiel in der Nazi-Zeit...

Die Forschungsarbeit  von heute wird die Nation von morgen führend machen (oder erhalten) ! Europa braucht die Raumfahrt, wenn es eine Zukunft haben will.
"Träume von gestern sind die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen". Robert H. Goddard (US-amerikanischer Raketenpionier).

Erik Viktor
Projektleiter von SPACE WORLD

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